Kashima jingu 
Der Kashima Schrein

 

Zedern und Schrein
Den Shinto-Schrein von Kashima findet man 80 km östlich von Tokyo an der Pazifikküste, in der gleichnamigen Stadt Kashima. Abseits des Touristenstromes in einem malerischen Zedernhain gelegen, gaukelt er vor, die Zeit wäre stehen geblieben und das alte Japan immer noch lebendig. 

Ro mon
Das große, rote Eingangstor (Ro mon) gilt als eines der mächtigsten Schreinportale von ganz Japan und gibt den Weg in ein Heiligtum frei, welches in wunderbarer Weise Shinto, Natur und Kriegskünste verbindet.

Honden
Die Haupthalle (Honden) des Schreins ist Verehrungsstätte das Gottes Takemikazuchi no kami. Artefakte seines Wirkens, wie sein überdimensionales Schwert und seine Rüstung, kann man im Schatzhaus bestaunen und gelten heute als Nationalschatz. 

Takemikazuchi no kami
Seine Aufgabe als Einiger der japanischen Stämme machte ihn zum Schutzpatron der Militärkaste und der kriegerischen Künste. Des weiteren wird er als Friedensstifter und Beschützer vor Erdbeben verehrt.

Kashima jingu
Der heutige Kashima-Schrein stammt aus der Anfangszeit des 17.Jhdt. Bis dahin wurde er nach shintoistischer Tradition alle 20 Jahre neu errichtet.

Mitsu tomoe
Das Mitsu tomoe-Wappen ist das Zeichen des Kashima-Schreins. Es ist in etwa dem Symbol des In-Yo (Yin-Yang) gleichzusetzen und gilt in Japan außerdem als Zeichen des Kriegsgottes Hachiman.

Ken jutsu ryu
Die Verbindung zwischen Kriegskunst und Shinto ist in Kashima fast einzigartig. Zahlreiche bekannte Schwertschulen beziehen ihre Traditionen auf den Kashima jingu: Kashima shinto ryu, Kashima shin ryu, Jikishin kage ryu uva.

Bu jutsu
Somit entwickelte sich der Schrein zur Pilgerstätte für die Schüler der Kriegskünste. Diese Tradition findet ihren Höhepunkt durch eine jährliche Demonstration vieler Schulen (Ryu) auf dem Schreingelände, welche dem Geist von Kashima ihren Respekt zollen.

 

Fotos: Ulf Lehmann, Kashima © 2002